Dank 'pdflatex' existiert nun die Möglichkeit die Qualität des LATEX-Satzes mit den Vorteilen des PDF-Formats zu verbinden. Dabei erzeugt 'pdflatex' sofort PDF, ohne über das DVI-Format zu gehen, was zu einer wirklich rasanten Übersetzungsgeschwindigkeit führt. In Verbindung mit 'hyperref' werden sämtliche Querverweise, Literaturangaben und das Inhaltsverzeichnis zu Links im PDF umgewandelt, so daß ein Navigieren durch das Dokument wie in HTML möglich wird. Zusätzlich kann mit den "Thumbnails" eine kleine Seitenvorschau in das PDF-Dokument eingebaut werden und das Inhaltsverzeichnis wird in die Lesezeichen übernommen.
Als Nachteil muß man halt einige neue Befehle lernen und kann keine eps-Dateien mehr verwenden: 'pdflatex' kann mit eps-Bildern, wie sie in meinem Dokument über 150-mal ;) vorkommen, nichts anfangen. Stattdessen unterstützt 'pdflatex' *.pdf und *.png (und ich glaube noch andere Bitmap-Formate). Das stellt sich normalerweise als Vorteil dar, da diese Bildformate verglichen mit *.eps relativ klein ausfallen. Zudem existiert mit 'epstopdf' ein komfortables Script zum Batchkonvertieren von bereits vorhandenen Bildern.
Zwar besitzt 'lyx' seit Version 1.1.6 rudimentäre Unterstützung für pdflatex, da ich aber ein bereits exisierendes größeres Dokument nicht komplett umstellen wollte, meine Variante:
lyx --export latex mydoc.lyx
EPSERS=`grep "\.eps" mydoc.lyx | cut -d " " -f2 | sort | uniq`
for i in $EPSERS
do
DIR=`dirname $i`
FILE=`basename $i`
BASE=`basename $i .eps`
mkdir -p /tmp/Mydoc/$DIR
epstopdf $i --outfile=/tmp/Mydoc/$DIR/$BASE.pdf
done
CDR=`find . -name "*.cdr.pdf"`
for i in $CDR
do
DIR=`dirname $i`
FILE=`basename $i .cdr.pdf`
mv $i $DIR/$FILE.pdf
done
... für andere Endungen genauso ...
replace cdr.eps eps mydoc.tex
replace id.eps eps mydoc.tex
replace sk.eps eps mydoc.tex
figs=`grep \begin_float mydoc.lyx | grep fig |wc -l`
tabs=`grep \begin_float mydoc.lyx | grep tab |wc -l `
cite=`grep \cite mydoc.lyx | sort | uniq | wc -l`
und patche das TEX-File vor dem Aufruf von 'latex', bzw. pdflatex.
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8.6.2002: Nachtrag
Die Ermittlung der Literaturangaben nach obiger Zeile führt zu falschen Ergebnissen, wenn die in neueren LyX-Versionen vorhandene Mehrfachliteraturangabe benutzt wird (z. B. cite\{Koch76, Mueller 85}).
Quick-Hack:
#!/bin/sh
TEMP=/tmp/cite_count_tmp
#Zeile 1: alle einfachen Lit.verweise
#Zeile 2: doppelte Lit.verweise, vor dem Komma
#Zeile 3: doppelte Lit.verweise, nach dem Komma, evtl. fuehrende Leerzeichen entfernen
grep \cite mydoc.lyx | cut -f2 -d"{" | cut -f1 -d"}" | grep -v , >$TEMP
grep \cite mydoc.lyx | cut -f2 -d"{" | cut -f1 -d"}" | grep , | cut -f1 -d "," >>$TEMP
grep \cite mydoc.lyx | cut -f2 -d"{" | cut -f1 -d"}" | grep , | cut -f2 -d "," | cut -f2 -d " " >>$TEMP
cite=`cat $TEMP | sort | uniq | wc -l`
rm $TEMP
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Kann man sicherlich alles eleganter lösen, aber so funktionierts bei mir ;)